Zerowaste : 4 Monate Bilanz 🇩🇪

Julia ist sehr natur- und tierfreundlich. Das war sie schon immer… und Traumurlaub ist fĂĽr sie der Bauernhof. Jedoch hätte ich nicht Ende Januar gedacht, als sie den Wunsch äuĂźerte, dass wir keinen Plastik kaufen sollen, dass unser Alltag dadurch so anders werden wĂĽrde.

Eigentlich waren wir schon gut. Mit der Permakultur und mit dem Kompost, blieb nur wenig Restmüll hängen: Einen kleinen Müllsack (30 Liter max) pro Woche. Und ich kompostiere sogar das Grünzeug vieler Nachbarn, von Essensresten bis zu großen Ästen, Rasen und Laub.

Aber unsere Tochter hat Recht : wieso ist das ganze Essen in Plastik verpackt? Muss das wirklich sein? Es ist ja auch gesundheitsschädlich. Aus purem Unwissen und vielleicht Bequemlichkeit sah ich es gar nicht. Und mein Mann sagte oft unser Müll sei voll mit leerem Zeug, bzw. Verpackungen.

Es stellte sich schnell raus, dass wir anders kaufen mĂĽssen. Der Anfang war etwas kompliziert, bis sich eine Routine entwickelte.

Der Käse wird jede 2. Woche beim Bauer des Nachbardorfs oder auf dem Wochenmarkt gekauft. Große Mengen, die man mir gerne in meinen mitgebrachten Dosen gibt.

Edeka war in den ersten Wochen eine gute Lösung : da sind eigene Dosen erwünscht. Mittlerweile hat sich der Super U in Frankreich angepasst und eigentlich mag ich es viel lieber, dort zu hinzugehen : viel weniger Plastik als bei Edeka, weil mehr Kartonverpackungen oder Glas für sehr viele Nahrungsmittel.

Komplett unverpackt kaufe ich in der kleinen Stadt in der ich arbeite. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, darunter auch der kleine Unverpackt-Van, der zu den Städten und Dörfer fährt.

Wir sind keineswegs von Glasmüll überflutet, da jedes leere Schraubglas als Glas-Tupperdose eine Funktion findet. Wir « hamstern » viel weniger, der Kühlschrank ist nicht randvoll, es wird dann eh jede Woche gekauft und manches direkt tiefgekühlt.

Und ist es teurer ? Nö. Keineswegs. Wir geben pro Woche genau soviel aus wie vorher. Manche Produkte sind deutlich billiger, wenn sie unverpackt sind. Andererseits ist es mit Bio-Fleisch oder Käse wiederum etwas teurer, was sich dann ausgleicht. Und manche Dinge wie Küchenrolle z.B. haben wir seit 4 Monaten nicht gekauft. Kalorienbomben wie Kinderschoko usw sind komplett von unserer Einkaufsliste verschwunden.

Das was ich bedauere: der Müll ist ein Geschäft. Eine kleinere Mülltonne wurde uns verweigert : tja, dass wir plötzlich weniger bezahlen hätten können gefiel hier absolut nicht. Finde ich schon gemein.

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